Rekord-IFAT: Umwelttechnologien boomen

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Die Umwelttechnik-Branche erfährt eine stark wachsende Nachfrage, das zeigen die Rekordzahlen der Weltleitmesse IFAT, auf der auch österreichische Hersteller wieder einen gewohnt starken Auftritt hinlegten. Die derzeitigen

Top-Themen des Umwelttechnik-Sektors sind: nachhaltige Ressourcennutzung, effektives Plastikrecycling sowie die Trendthemen „Wasser- und Abfall 4.0“. Auch die Abfall-Importverbote Chinas lagen im Zentrum der Debatten.

Bildquelle: Messe München(Foto: Messe München)

Mikroplastik filtern, Kunststoffe effektiver recyceln und die digitale Transformation der Umwelttechnik-Branche: Fünf Tage lang drehte sich Mitte Mai auf der weltweit größten Umwelttechnologiemesse IFAT in München alles um die Themen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Die Produkte dieser Industrie erfahren eine stark wachsende Nachfrage aus aller Welt. Vor allem ein wachsendes Bewusstsein bei den Verbrauchern und deren Forderung nach Nachhaltigkeit stärken die Branche. Die deutsche Bundesumweltministerin Svenja Schulze sprach auf der Messe aus, was den Sektor derzeit antreibt: „Wir müssen Ressourcen stärker nutzen, Kunststoffe und andere Materialien effektiver recyceln und verhindern, dass Plastikabfälle in unsere Umwelt gelangen.“ Zudem bezeichnete Schulze die Importbeschränkungen Chinas im Abfallbereich als riesige Herausforderung für die Wirtschaft. Besonders betroffen sei der Kunststoff-Markt. Man müsse vor allem in der Verwertung von Recyclaten noch besser werden, so Schulze.

 

Hier haben neue und innovative Umwelttechnologien eine Schlüsselrolle inne. Zahlreiche davon wurden auf der IFAT gezeigt. Sie sind bereits Teil der Zukunftslösung vieler Umweltprobleme: Mülltonnen mit Sensoren, autonom fahrende Kehrfahrzeuge oder virtuell vernetzte Pumpen – die digitale Transformation prägte viele dieser Innovationen. „Die IFAT präsentiert Zukunftstechnologien für eine saubere Umwelt und treibt den gesellschaftlichen Diskurs aktiver voran denn je. Das zeigten die internationale politische Präsenz, die zahlreichen wirtschaftlichen Delegationen aus aller Welt und die Technologie-Experten, die sich auf der Messe intensiv austauschten“, erklärte Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. Die Messe spiegelt dabei die Bedeutung der Branche und des Themas wider: Die Zahl der Aussteller ist um

sieben Prozent auf 3.305 gewachsen, die der Besucher um vier Prozent auf über 141.000.

Österreich mit starkem Umwelttechnik-Auftritt

Auch Österreich war – wie so oft – auf der IFAT stark präsent. Über 120 österreichische Aussteller zeigten ihre Innovationen in München. 35 von ihnen machten den Gruppenstand der „Außenwirtschaft Austria“ wieder zum größten nationalen Gesamtauftritt auf der IFAT. „Unser Österreich-Pavillon unterstrich mit über 630 Quadratmetern Ausstellungsfläche wieder einmal die Bedeutung der Umwelttechnologiebranche Österreichs auf internationaler Ebene“, sagte auch Standkoordinator Markus Gumplmayr von der Wirtschaftskammer Österreich. Zahlreiche Firmen haben sich jetzt schon für die IFAT in zwei Jahren angemeldet, die dann von 4. bis 8. Mai 2020 stattfinden wird.

Die IFAT 2018 in Zahlen: Mehr als 141.000 Fachbesucher aus über 160 Ländern kamen vom 14. bis 18. Mai 2018 nach München (2016: 136.885 Besucher). Dabei legte die IFAT vor allem international zu. Zu den stärksten Gewinnern zählen (in dieser Reihenfolge): Japan, Russland, Australien, China und Slowenien. Insgesamt präsentierten 3.305 Aussteller aus 58 Ländern ihre Produkte und Innovationen für die boomende Umweltbranche.

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