Startups stehen auf soziale und ökologische Themen

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Startups schaffen mit innovativen Produkten und Services neue Märkte und sind von großer Bedeutung für Wachstum und strukturellen Wandel in der Wirtschaft. Soziale und ökologische Motive

spielen bei den jungen Firmengründern eine wichtige Rolle: 27 Prozent aller Jungunternehmer verfolgen Ziele in diesen Bereichen, wie der neue Austrian Startup Monitor 2018 zeigt. 

Download des Austrian Startup Monitor 2018 auf austrianstartupmonitor.at

In den letzten Jahren hat sich in Österreich eine rege Startup-Community entwickelt. Auch die Förderung von Startups in der Politik wurde forciert und zahlreiche Initiativen und Maßnahmen gesetzt, um die Rahmenbedingungen für die Gründung von Startup-Unternehmen zu verbessern. Trotz der großen Bedeutung von Startups und der breiten Diskussion in der Community, Presse und Öffentlichkeit gab es bislang in Österreich keine gesicherte empirische Datenbasis über die Entstehung, Dynamik und Entwicklung von Startups. Mit dem Austrian Startup Monitor wird diese Informationslücke geschlossen. Dabei werden österreichische Startups kontinuierlich erfasst und ihre Entwicklung über die Jahre hinweg verfolgt. Dazu werden Startups identifiziert und im Rahmen einer Online-Befragung zum österreichischen Startup-Ökosystem und zu ihren Perspektiven befragt. Die Ergebnisse einer ersten Befragung sind nun die Basis für die Erstellung des ersten österreichischen Austrian Startup Monitor 2018. 

Prof.Dr. Karl-Heinz Leitner vom AIT Austrian Institute of Technology GmbH ist einer der Autoren des Monitors und betont nun im Gespräch mit ecotechnology.at, dass über ein Viertel der Startups in Österreich soziale und ökologische Ziele verfolgen. „Darüber hinaus haben wir aber auch klassische Unternehmensziele wie Profitabilität und Wachstum abgefragt. Die Verknüpfung dieser Ergebnisse zeigt, dass sich diese beiden Ziele nicht ausschließen – also soziale und ökologische Themenstellungen für viele auch ein großes wirtschaftliches Potential aufweisen“, so Karl-Heinz Leitner. Dies stehe auch im Einklang mit dem Befund, dass das wichtigste Motiv der jungen Unternehmensgründer mit 90 Prozent darin gesehen wird, ein Problem zu lösen. Im Zusammenhang mit dem

Geschlecht der Founder zeige sich übrigens, dass Frauen deutlich häufiger soziale und ökologische Ziele verfolgen, erzählt Leitner. Daneben wurden im Austrian Startup Monitor 2018 das Potential einer Reihe von aktuellen Technologie- und Innovationstrends abgefragt. Die oberen Rangplätze nehmen dabei Themen wie Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren oder Big Data ein. Aber auch Greentech liegt im Mittelfeld. In diesem Themenbereich würden sich viele Startups aber auch noch mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung wünschen, analysiert Leitner. Der Austrian Startup Monitor liefert nun auch Daten für den European Startup Monitor, der im Spätherbst 2018 publiziert werden soll und internationale Vergleiche für ausgewählte Fragestellungen ermöglichen wird. 

Der Austrian Startup Monitor 2018 steht auf austrianstartupmonitor.at zum Download zur Verfügung. Die Erstellung des Austrian Startup Monitor 2018 wurde von folgenden Organisationen finanziert: Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH; Bundeministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort; Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie; Rat für Forschung und Technologieentwicklung; Wirtschaftskammer Österreich; Wirtschaftskammer Wien; Industriellenvereinigung Österreich; Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH; Wirtschaftsagentur Wien. 

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