Bericht des Umweltbundesamtes über Forschungseinrichtungen im Bereich Umwelttechnologie

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Das Umweltbundesamt in Wien publizierte die aktuellen Daten über Forschung und Entwicklung im Bereich Umwelttechnologie in Österreich.

 

Die Untersuchung aus 2018 erhob die relevanten Forschungseinrichtungen, die aktuellen Trends in der Umwelttechnologieforschung und die Anzahl der in diesem Bereich Beschäftigten.  Die von den F&E Einrichtungen angegebenen Arbeitsgebiete aus der Erhebung der Statistik Austria (Statistik Austria 2017b) mit Datenstand 2015 geben Auskunft über die in Österreich bearbeiteten Themenfelder und Wissenschaftsdisziplinen im Bereich der Umwelttechnologie. Die Erhebung wird alle 2 Jahre durchgeführt.

243 Forschungseinrichtungen im Bereich Umwelttechnologie

Die Zahl der Forschungseinrichtungen im Bereich Umwelttechnologie mit einem Höchstwert von 249 Einrichtungen im Jahr 2009 ist bis 2015 leicht um 2,4% gesunken. Von den nunmehr insgesamt 243 Forschungseinrichtungen werden 164 dem Hochschulsektor, 49 dem staatlichen Sektor und 6 dem privaten gemeinnützigen Sektor zugeordnet. Die Anzahl der umwelttechnologierelevanten Forschungseinrichtungen des

kooperativen Bereiches (Austria Cooperative Research, ACR, Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH, Austria Institute of Technology GmbH, AIT, sowie Umwelttechnologierelevante COMET-Kompetenzzentren) hat sich von 28 im Jahr 2011 auf 24 im Jahr 2015 reduziert, ein Umstand, der nichts daran ändert, dass die Kooperationen  zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ein Erfolgsrezept für Innovationen, Wachstum und nachhaltige Lösungen darstellen.

Starker Focus auf Klimaschutz und Energie

Die Arbeitsgebiete sind nach wie vor in den Bereichen Abfall/Recycling/Rohstoffe, Klima/(erneuerbare) Energie, Luft, Wasser, Boden oder Lärmschutz konzentriert. Die Spezialisierung in diesen Fachbereichen nahm bis 2009 auf 60% der Forschungseinrichtungen zu, sank jedoch bis 2015 leicht auf 58%. Die Erhebungen haben zudem gezeigt, dass die Forschungseinrichtungen zunehmend interdisziplinär arbeiten und ihre Fachgebiete auf zwei oder drei Forschungsbereiche  erweitern. Mehr als zwei Drittel der einbezogenen Forschungseinrichtungen, das sind 68%, geben an im Bereich Klima/(erneuerbare) Energie zu arbeiten und 25% betreiben Forschungsaktivitäten zum Thema Abfall/Recycling/Rohstoffe. Die häufige Nennung von Schlagworten wie Erneuerbare Energie, Energieeinsparung, Energiespeicher und Photovoltaik zeigt zum Beispiel die dominierende

Stellung der Forschung zu Klimaschutz und Energiethemen. Die Fachgebiete Verbrennungstechnik und Wasserkraftanlagenbau werden seltener als Forschungsschwerpunkte genannt. In den Fachbereichen Luftreinhaltung, Abluftreinigung oder Lärmschutz ist die Anzahl der Forschungseinrichtungen, die sich mit diesen Arbeitsgebieten beschäftigen, leicht gesunken.

20 % der Forschungseinrichtungen aus dem Bereich Abfall/ Recycling/ Rohstoffe gaben das Schlagwort Abfallvermeidung als einen Schwerpunkt an.

 

In Bezug auf die weiteren Forschungseinrichtungen mit dem Tätigkeitsfeld Boden, Luft und Lärmschutz kann hervorgehoben werden, dass sich deren Anzahl etwas verringert hat. Die Aktivitäten im Bereich Boden sind mit anderen Umweltschutzbereichen wie Wasser, Abfall/Recycling/Rohstoffe oder Klima/(erneuerbare) Energie nach wie vor stark verknüpft.

 

Deutlich mehr Beschäftigte

Eine E-Mail Abfrage ergab Angaben über die Beschäftigtenzahlen aus 161 von den 243 Forschungseinrichtungen im Bereich Umwelttechnologie. Verglichen zur Erhebung 2009 stieg die Anzahl der Beschäftigten im Jahr 2015 in diesen Forschungseinrichtungen deutlich um 68% an, insbesondere 

im Hochschulsektor, und entspricht somit 8.900 Personen. Bezogen auf die Zahl der in der Forschung Beschäftigten aller volkswirtschaftlichen Sektoren sind das 15%.

 

Der Bericht ist nachzulesen unter: http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/REP0404.pdf

 

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