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Digitalisierung: Studie zeigt Key-Enabling Technologies (KET) für Greentech auf

Patentanalyse mit einer Themenvernetzung Digitalisierung & GreenTech im Auftrag des Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zeigt Potentiale auf

Digitalisierung ist eines der Megathemen unserer Zeit und wird Gesellschaft wie auch Wirtschaft fundamental verändern. Vor dem Hintergrund des rasch voranschreitenden Transformationsprozesses zu Smart Economies, der durch die technischen Innovationen im Bereich der Digitalisierung ermöglicht und beschleunigt wird, ergeben sich im Bereich GreenTech erhebliche Innovationspotenziale.

Neue Prozesse und eine bislang unerreichte Daten- und Informationsdichte, die Güter und deren Ströme künftig begleiten, lassen „Intelligent Assets“ entstehen, deren Einsatz neue Dimensionen der Energie- und Ressourceneffizienz sowie Chancen für mehr Kreislaufwirtschaftsaktivitäten eröffnet.

Aus dieser Betrachtung heraus hat das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft eine Patentanalyse mit einer Themenvernetzung Digitalisierung & GreenTech beauftragt.

Es wurden 17 Digitalisierungs- Key-Enabling-Technologies (KETs) zum Beispiel Robotik, 3D-Druck, Cloud, Blockchain oder vernetzte Sensoren festgelegt. Besondere Bedeutung kommt beim gewählten Analysenansatz den themenüberschneidenden Patentanmeldungen zu. Es werden die Digitalisierungs-KETs auf ihre Technologieschnittstellen mit smart-Economies und GreenTech Themenfelder hin untersucht. Ebenso werden die regionalen Stärken in Österreich betrachtet und darüber hinaus erfolgt eine Technologie- Lebenszyklusanalyse.

Die Ergebnisse zeigen eine hohe Innovationsdynamik in den untersuchten Digitalisierungs-Key-Enabling-Technologies. Aktuell kommt es zu intensiven Verknüpfungen in der  Güter­produktion (Industrie 4.0), im Energie- und Mobilitätsbereich (Smart Energy, Smart Mobility).  Beispiele dafür sind Innovationen  an der Schnittstelle zwischen Robotik und Energie Systeme zur automatischen Montage von Windturbinen oder Reinigungsroboter für Solaranlagen.

Im Gegensatz dazu zeigen klassische Umwelttechnologien aktuell noch geringe Ko-Patentanmeldefrequenzen mit den Key-Enabling-Technologies, wie etwa an der Schnittstelle zwischen Blockchain und dem Bereich Umweltmonitoring, bei der die Manipulationserkennung und Verschlüsselung von Zähler- bzw. Sensordaten bereits heute in Zusammenhang mit GreenTech Themen stehen.

Die Voraussetzungen für  inter-disziplinäre Innovationen sind aus Sicht der regionalen Stärkeanalysen für Österreich sehr gut. Bei 13 der 17 Key-Enabling-Technologies bestehen in Österreich ausgeprägte Innovatoren-Hubs mit Top-Ranking von Erfinderdichten im europäischen Vergleich. Besonders Wien, Oberösterreich und Vorarlberg weisen in 3 bzw. 4 der Key-Enabling-Technologies ein Ranking unter den Top-25.

Aus der Technologie-Lebenszyklusanalyse der einzelnen Digitalisierungs-KETs geht das breite Spektrum an Zykluszeiten zwischen 6 (z.B. QR-Code, RFID/NFC) und 19 Jahren (z.B. Imaging Processes), was eine differenzierte Strategie hinsichtlich der erforderlichen Dynamik des Schnittstellenaufbaus, wie auch der Flexibilität der Kooperationsstrukturen erforderlich macht.

Die Technologielebenszyklusanalyse zeigt speziell bei Cloud Technologies, Digitaler Signatur, Hologrammen und vernetzten Sensoren ein Auslaufen der letzten Innovationsphase. Die Themen 3D-Druck, Blockchain, Human Machine Interface, Kartendienste, Product Design und Virtual Reality, QR-Code, RFID/NFC, Robotik, Verschlüsselung und Selective Content Distribution befinden sich in der Mitte ihres Technologiezyklus.

Internationale Cross-Cluster-Initiativen (zwischen Green Tech Clustern unterschiedlicher Länder) können darüber hinaus zum Know-How Transfer und vor allem zur Erschließung der Märkte in den speziellen Segmenten beitragen.

 

Die gesamte Studie zum Download.

 

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