Ministerrat beschließt Klima- und Energiestrategie

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Zwölf Leuchttürme sind die Basis der #mission2030 – der österreichischen Klima- und Energiestrategie. Auch das Jahresprogramm 2018 des Klima- und Energiefonds unterstützt die Ziele dieser Strategie.

 

Der österreichische Ministerrat hat Ende Mai anlässlich der Regierungsklausur in Mauerbach die Klima- und Energiestrategie „#mission2030“ beschlossen. „Diese Strategie ist die Grundlage für alle Maßnahmen der nächsten Jahre", sagt Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger im Zuge der Präsentation der Endfassung und ergänzt: „Der Klimawandel ist nichts Abstraktes, er ist real. Er schlägt sich schon jetzt in der Landwirtschaft spürbar nieder. Extreme Unwetterereignisse nehmen zu, Dürreperioden, warme Winter und Hitzewellen setzen uns allen zu und richten Schäden an." 
Kernelemente der #mission2030 sind zwölf Leuchttürme, die konkrete Zielbilder, Maßnahmen, Instrumente und Zuständigkeiten beinhalten, um innerhalb der festgelegten Zeithorizonte die ersten spürbaren Schritte zur Dekarbonisierung zu setzen. Zwei wesentliche Leuchttürme, „Bioökonomie" und „Bildung", sind neu aufgenommen worden. Im Rahmen des Bioökonomie-Leuchtturms soll eine nationale Rahmenstrategie und darauf aufbauend ein österreichischer Aktionsplan erstellt werden. Mit dem Leuchtturm „Bildung“ soll der Klimaschutz stärker in die Lehrpläne der Schulen verankert werden. „Jedes Kind muss lernen können, wie man Klimaschutz im Alltag leben kann", so Bundesministerin Köstinger,

die in der Klima- und Energiestrategie viele Chancen für die Zukunft sieht: „Wir läuten damit das Ende des fossilen Zeitalters ein. Der schrittweise Ausstieg aus 700.000 Ölheizungen ist eines der wichtigsten Projekte. Dazu wollen wir 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Trägern.“ 
Der Auftrag zur Erarbeitung der #mission2030 – die österreichische Klima- und Energiestrategie war einer der ersten Ministerratsbeschlüsse der neuen Bundesregierung im Jänner. In nur wenigen Monaten haben das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie am 3. April einen ersten umfassenden Entwurf vorgelegt. Nun wurde der Prozess der #mission2030 im Ministerrat durch den Beschluss abgeschlossen. Alle Bürgerinnen und Bürger konnten sich über eine Internet-Plattform einbringen und diese Gelegenheit haben mehr als 500 Menschen genutzt. In acht Round-Tables zu verschiedenen Themenstellungen haben zudem mehr als 120 Expertinnen und Experten ihr Know-how zur Verfügung gestellt. Neben der Sitzung des Nationalen Klimaschutzkomitees wurden alle Bundesländer und Landesräte in einer eigenen Runde eingebunden. Abschließend fand eine parlamentarische Enquete statt, bei der die Inhalte diskutiert und verfeinert wurden.

Klima- und Energiefonds: Jahresprogramm 2018 präsentiert 

Gemeinsam mit der Beschlussfassung der #mission2030 wurde auch das Jahresprogramm 2018 des Klima- und Energiefonds veröffentlicht, das die die Ziele dieser Klima- und Energiestrategie in einigen Leuchttürmen wesentlich unterstützt. Die Schwerpunkte sind Vorzeige- und Modellregionen, Smart Cities, der Ausbau erneuerbarer Energien, Klimaforschung, E-Mobilität und der Beitrag zu „Mission Innovation“. Das komplette Jahresprogramm 2018 des Klima- und Energiefonds steht unter www.klimafonds.gv.at zum Download bereit. Bereits Ende Mai sind die ersten Ausschreibungen gestartet, unter anderem die Programme „Mustersanierungen“, „greenstart“, „Demoprojekte Solarhaus“ und „Solare Großanlagen“ sowie Programme zum Ausbau erneuerbarer Energien.

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